Kulturbauten

Das Kreuz
Das Kreuz in der Wiener Straße ist aus Holz, der Korpus aus Blech. Es ist eine Stiftung der Familie Radich vor ihrem früheren Haus.

Das Rote Kreuz
Das Holzkreuz mit einer Christusfigur steht vis á vis der Flurgasse.

Durch den Bau der Zubringerstraße zur Umfahrungsstraße erfolgte eine Versetzung um ca. 200m in den Bereich Augasse/Flurgasse. Zu Zeiten, als die Pfarre Klingenbach keinen eigenen Pfarrer hatte, gingen die Gläubigen nach Siegendorf zur heiligen Messe. Bis zum "Roten Kreuz" wurde gebetet. Darum heißen die dem Dorfe zu liegenden Äcker Kirchstegäcker = Kiristanji. Vom "Roten Kreuz" bis zur St. Urbankapelle (Siegendorfer Hotter) haben die Männer ihre Pfeife geraucht. Die Äcker heißen daher Pfeifenäcker = "faifari".

Das derzeitige Kreuz wurde 1997 vom Klingenbacher Keramiker Franz Frank (Stuic) errichtet.

Der gute Hirte

Der schlanke Tabernakelpfeiler mit einer modernen Statue des Guten Hirten wird auch "Dobri pastir" genannt. Er stand beim Grenzzollhaus und ist das älteste Denkmal (1518) im Ort. Am zweiten Sonntag nach Ostern wurde bis zum Jahre 1914 zum "Guten Hirten" eine Prozession geführt. Im Jahr 1995 erfolgte die Versetzung auf den Platz vor dem Friedhof in der Teichgasse.

Friedhofskreuz mit Pieta

Das Steinkreuz mit Pieta (um 1770) wurde im Jahr 1810 im neuen Friedhof aufgestellt.

Laut urkundlichen Berichten wurde das Friedhofskreuz im Jahre 1809 vom letzten Eremiten des Einsiedlerklosters in Baumgarten der Pfarre Klingenbach geschenkt. Doch steht dieser allgemein verbreiteten Überlieferung die Meinung gegenüber, nach der das Friedhofskreuz aus dem ebenfalls aufgelassenen Paulinerkloster in Wandorf (nun Ungarn) stammt.

Das Friedhofskreuz mit Pieta steht unter Denkmalschutz.

Katholische Pfarrkirche Hl. Jakobus d. Ä.

1276 wird in Klingenbach erstmals eine Kirche zu Ehren des Hl. Jakobus genannt. 1683 wurde sie durch die Türken arg in Mitleidenschaft gezogen, im 18. Jahrhundert brannte sie zweimal ab. Im Jahr 1806 wurde schließlich eine neue Kirche gebaut, wobei der aus dem Jahr 1740 stammende Turm stehen blieb.

Zum bestehenden Turm erfolgte im Jahr 1975 der Neubau der Kirche; am 22. August 1976 wurde die neue St. Jakobskirche fertiggestellt und feierlich eingeweiht.

Pestsäule

Das Denkmal, das früher am Dorfplatz (in der Nähe der Brücke über dem "Stiergraben") stand, wurde im Jahr 1939 vor die Pfarrkirche am Kirchenplatz versetzt. Die mit Blumenwerk umwundene Rundsäule, bekrönt von der Muttergottes zwischen dem Heiligen Rochus und Sebastian, stammt vermutlich aus dem Jahr 1681.

Im 19. Jahrhundert fand am Tag der Heiligen Fabian und Sebastian (20. Jänner) zur Pestsäule eine Prozession statt. Der Tag galt als Gemeindefeiertag. Heute noch verrichten die Gläubigen am 20. Jänner nach der heiligen Messe ihr Gebet vor der Pestsäule. Zur Fronleichnamsprozession wird hier ein Altar aufgestellt.

Pieta

Die Pieta beim Friedhof an der Zagersdorfer Grenze (Cogrstofska Marija) ist das Ziel der Markusprozession am ersten Bittag. Aber auch am Erntedankfest versammeln sich die Gläubigen bei der Pieta und ziehen in Prozession mit der Erntekrone in die Kirche.

Flaches Postament, quadratischer, abgetreppter Pfeiler mit Spiegeln, zwischen zwei Deckplatten geschlossenes Tabernakel mit schmaler Rundbogennische. Krönend Pieta. Das erste Mal wird sie 1815 genannt.

Pieta im Dorf

Der prismatische Pfeiler mit einer krönenden Pieta steht in der Schulgasse und trägt eine Inschrift mit der Jahreszahl 1898. Das Ehepaar Franta aus Steinbrunn hat an seiner Geschäftsroute nach Ödenburg zum Dank und Andenken diese Statue errichtet.

St. Antonius Statue

St. Antonius-Statue im Volksmund "Anton" genannt.

Die Statue in der Wiener Straße wurde 1815 das erste Mal erwähnt. Dokumentiert wurde eine Restaurierung im Jahre 1810. Bis 1970 stand die Statue noch außerhalb der Ortschaft und war das Ziel der Markusprozession. Auch die Prozession des ersten Bittages führte zum hl. Antonius. Bis 1967 wurden hier die Pilger empfangen und in Prozession in die Pfarrkirche begleitet.

St. Michael

Die Statue in der Langen Gasse wurde im Jahre 1959 von der Familie Vlasich gestiftet. Sie ist ein Werk der Kunstanstalt Bortolotti. Bei der Statue wird zur Fronleichnamsprozession der zweite Altar aufgestellt.

Wegkapelle

Der im Jahr 1758 als "Kreuzkapelle" errichtete Nischenbau an der Ödenburger Straße wird im Volksmund "Kapela" genannt und steht unter Denkmalschutz.

Im Inneren ein Altar mit Portatile, benediziert. Über dem Altar ein Holzkruzifix mit lebensgroßem Korpus aus Holz.

Im Jahre 1962 wurde die Kapelle in den Zubau des benachbarten Hauses miteingeschlossen.

Die Kapelle dient als Station zur Fronleichnamsprozession.